Dojo Der Ort an dem japanische Kampfkünste gelehrt und geübt werden, wird Dojo (wörtl. Ort des Weges) genannt.
Das Dojo ist für jedes seiner Mitglieder ein Symbol der Achtung seiner Kampfkunst und eine Stätte der Meditation und Konzentration, ein geehrter Ort des Lernens, der Freundschaft und des gegenseitigen Respektes. Nach traditionellem Verständnis umfasst der Begriff Dojo zwei Bereiche: den materiellen Bereich und den ideellen Bereich.
Materiell gesehen ist das Dojo die Trainingsstätte. Im Idealfall trainieren Budoka (Budo-Übende) in
eigenen Räumlichkeiten, die über eine entsprechende Inneneinrichtung verfügen.
Oftmals wird die Trainingsstätte aber eine mehr oder weniger gut eingerichtete Turnhalle sein, in der vor dem Training ein Rollbild stirnseitig aufgehängt wird (Shomen). Der zentrale Kern des Dojo sind jedoch die Budoka selbst, die durch ihre
Konzentration und Ernsthaftigkeit im Üben, ihren Respekt voreinander und vor der Kunst sowie ihr
Benehmen, selbst der ältesten Turnhalle den Wert als wahren Ort des Budo geben. Der Übungsleiter
ist daher mehr ein Lehrer für den Weg der Kampfkünste als ein Sporttrainer im herkömmlichen Sinn.
Er versucht die Kampfkunst seinen Schülern als einen Lernprozess für das Leben zu vermitteln, der weit über das Erlernen motorischer Fertigkeiten hinaus geht, getreu dem Motto „Meistere das Schwert, meistere Dein Leben“.
© P. Güthing
Erweiterte Dojoetikette der einzelnen Dojos werden hiervon nicht berührt